18 Mai 09

Wende oder Revolution? Der Herbst 1989 in der deutschen Erinnerungskultur

Der Charakter des so unvermuteten wie widerstandslosen Zusammenbruchs der SED-Diktatur im Herbst 1989 steht im Mittelpunkt der öffentlichen Auseinandersetzung um zeitgeschichtliche Fragen im "Jubiläumsjahr" 1989. In der Debatte um den Charakter der Ereignisse spiegelt sich bis in die Benennung ein Streit unterschiedlicher Erzählgemeinschaften und eine Konkurrenz um die zeithistorische Deutungshoheit, die über den Mauerfall hinaus die innere Verfassung des Umgangs mit der Vergangenheit in der Gegenwart sichtbar macht.

 

 

Professor Dr. Martin Sabrow lehrt Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam und ist Direktor des dortigen Zentrums für Zeithistorische Forschung.

 

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Montag, 18. Mai 2009 um 00:00