Indigene nordeurasische Sprachen bewahren und zugänglich machen

Auf dem Gebiet der Russischen Föderation existiert eine Vielfalt indigener Sprachen, die lediglich von wenigen Bewohnern der Region noch aktiv gesprochen werden und zum Teil sogar akut bedroht oder ausgestorben sind.

Zielsetzung

  • Erschließung sprachlicher Ressourcen indigener Sprachen sowie ihre Bereitstellung über eine digitale Forschungsinfrastruktur

Projektbeschreibung

Die zahlreichen Zeugnisse über diese indigenen nordeurasischen Sprachen liegen beispielsweise in Form von handgeschriebenen Textsammlungen, analogen Tonaufnahmen, Wortlisten etc. in Archiven und Sammlungen (zum Beispiel in Hamburg, Helsinki, Moskau, St. Petersburg, Tartu, Tomsk etc.) vor.

Das Auffinden und die Erschließung dieser Ressourcen – in einigen Fällen überhaupt die Dokumentation ihrer Existenz – ist eine der initialen Tätigkeiten, die INEL seit Beginn des Jahres 2016 verfolgt. Mithilfe aktueller Methoden der digitalen Datenaufbereitung werden die in den Sammlungen enthaltenen einzigartigen Daten zusammengetragen, teilweise nacherhoben, digitalisiert und mit einer Fülle weiterer linguistischer Informationen angereichert.

Die daraus entstehenden digitalen empirischen Datensammlungen (Korpora) werden in einem interdisziplinären Netzwerk der Öffentlichkeit dauerhaft online bereitgestellt.
Dabei fungiert INEL als Brücke zwischen der Erforschung indigener Sprachen und den internationalen Partnerinstitutionen.

Finanzierung

Das Langzeitvorhaben wird im Rahmen des Akademienprogramms gefördert, das von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert wird.

Das Langzeitvorhaben wird in Kooperation mit der Universität Hamburg am Institut für Finnougristik/Uralistik durchgeführt.

Eckdaten
Kompletter Titel des Langzeitvorhabens:

INEL. Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen

Leitung:

Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy

Laufzeit:

01.02.2016 bis 31.12.2033

Weitere Informationen

Zum Projektflyer

Zur Projekthomepage

Zum Projektfilm

Zum Projektfilm mit DGS-Synchronisation

Zum AGATE-Portal (Forschungsinformationssystem der Wissenschaftsakademien)

 

Kontakt

Projekt INEL

Institut für Finnougristik/Uralistik
Universität Hamburg
Max-Brauer-Allee 60
22765 Hamburg

Ansprechpartner:
Dr. Alexandre Arkhipov
E-Mail: inel(at)uni-hamburg.de
Tel.: +49 40 42838 6890