Wissenschaften verbinden
Wer wir sind
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg vereint Spitzenforscherinnen und -forscher aus allen Bereichen der Wissenschaft in Norddeutschland. Unsere Mitglieder und Young Academy Fellows widmen sich der fächerübergreifenden Grundlagenforschung und gesellschaftlich relevanten Zukunftsfragen. Korrespondierende Mitglieder verstärken dieses Netzwerk mit ihren Forschungsfeldern und Perspektiven. Die Arbeit der Akademie liefert Impulse, die die Forschung weit über die Wissenschaftsregion Norddeutschlands hinaus befruchten. Im Rahmen des Akademienprogramms betreut die Akademie in Kooperation mit der Universität Hamburg derzeit acht wissenschaftliche Langzeitprojekte in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Diese betreiben Grundlagenforschung, indem sie kulturelles Erbe erschließen, sichern und erforschen.
Der Akademie gehören bis zu 100 Ordentliche Mitglieder und darüber hinaus entpflichtete Ordentliche Mitglieder, Ehrenmitglieder sowie Korrespondierende Mitglieder aus dem In- und Ausland an. Zum Ordentlichen Mitglied können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler norddeutscher Forschungsinstitutionen gewählt werden, die sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet haben. Neue Mitglieder müssen von mindestens drei Ordentlichen Mitgliedern oder dem Vorstand vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung gewählt werden.
Imagefilm zum Jubiläumsjahr 2025
➤ Imagefilm der Akademie der Wissenschaften in Hamburg 2025
➤ Imagefilm der Akademie der Wissenschaften in Hamburg 2025 (DGS-Fassung)
➤ Imagefilm der Akademie der Wissenschaften in Hamburg 2025, kurz
➤ Imagefilm der Akademie der Wissenschaften in Hamburg 2025, kurz (DGS-Fassung)
Die Akademie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Hamburg. Zu ihrem Einzugsbereich gehören – neben Hamburg – die Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
Worüber wir forschen
Interdisziplinäre Arbeitsgruppen
Im Zentrum der Akademie-Arbeit stehen die Aktivitäten der Arbeits- und Projektgruppen, deren Mitglieder aus verschiedenen Fächern kommen. Sie bearbeiten wissenschaftliche Grundsatzprobleme, gesellschaftlich bedeutende aktuelle Themen und Zukunftsfragen. Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich etwa mit medizinischer Forschung und Energieversorgung oder mit globalen Gerechtigkeitsvorstellungen und Küstenschutz. Ergebnisse dieser Arbeit fließen in (digitale) Publikationsformate, Thesenpapiere und Veranstaltungen ein, die neue Impulse setzen und einen aktiven Beitrag zur Politik- und Gesellschaftsberatung liefern.
Langfristige Forschungsprojekte
Die Akademie betreut in Kooperation mit der Universität Hamburg derzeit acht wissenschaftliche Langzeitprojekte von internationaler Bedeutung im Rahmen des Akademienprogramms. In diesen wird geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung betrieben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellen während der Projektlaufzeit von 12 bis 25 Jahren beispielsweise ein digitales Wörterbuch zur Deutschen Gebärdensprache. Ein weiteres Projekt befasst sich mit dem Thema „NS-Verfolgung und Musikgeschichte“. Alle Projekte schaffen digitale Wissensspeicher, die Wissenschaft und Gesellschaft langfristig zur Verfügung stehen.
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert die Langzeitprojekte im Rahmen des Akademienprogramms. Es ist das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland.
Netzwerk
Die Akademie ist durch ihre Mitglieder und Fellows sowie zahlreiche Veranstaltungskooperationen mit den Forschungsinstitutionen in Norddeutschland verbunden. Sie bietet ein Forum für den interdisziplinären Dialog sowie den Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen und Fächer eine Plattform für den öffentlichen Diskurs. Durch die Zuwahl Korrespondierender Mitglieder wird das nationale und internationale Forschungsnetzwerk ausgebaut und die Grundlage für die Zusammenarbeit mit weiteren in- und ausländischen Forschungseinrichtungen gelegt.
Die Kooperationen mit den drei Landesakademien von Estland, Lettland und Litauen bilden den Grundstein für den internationalen Austausch zwischen den jeweiligen Akademiemitgliedern sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Längerfristig soll ein gemeinsames Netzwerk von Wissenschaftlern etabliert werden, um eine engere Zusammenarbeit in Forschungsprojekten zu ermöglichen.
Die Akademie ist eines von acht Gründungsmitgliedern des Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS).
Wen wir fördern
Junge Wissenschaft
Die Akademie unterstützt herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus norddeutschen Forschungsinstitutionen auf unterschiedliche Weise.
Young Academy Fellowships fördern junge Forscherinnen und Forscher finanziell und ideell für drei Jahre. Die Fellows wirken in den Arbeits- und Projektgruppen, initiieren Forschungsgruppen und organisieren wissenschaftliche Veranstaltungen.
Mit dem Forum Junge Wissenschaft werden jährlich Fördermittel für die Ausrichtung fachübergreifender wissenschaftlicher Konferenzen bereitgestellt, die von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern organisiert werden.
Die Akademie unterstützt mit dem Joachim-Jungius-Preis und dem Elise-Reimarus-Preis regelmäßig junge Forschende aus dem norddeutschen Einzugsbereich der Akademie.
Hamburger Wissenschaftspreis
Die Akademie vergibt alle zwei Jahre den Hamburger Wissenschaftspreis. Diese Auszeichnung ist mit 150.000 Euro dotiert. Der Preis wird von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur
Helmut und Hannelore Greve gestiftet. Der Hamburger Wissenschaftspreis unterstützt Forschungsgebiete von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung wie etwa Energieeffizienz, Künstliche Intelligenz in der Medizin oder One Health.
Was wir bieten
Veranstaltungen
Wir bieten kostenfreie Veranstaltungen für alle. Podiumsdiskussionen und Vorlesungsreihen ermöglichen Einblicke in Forschungsarbeit und in wissenschaftliche Erkenntnisse. Dabei spielt der Dialog mit dem Publikum eine wichtige Rolle.
Verantwortliche in Politik und Wirtschaft erfahren beim Parlamentarischen Frühstück mehr über Forschungsergebnisse. Das vielseitige Themenspektrum reicht von Klimaforschung und Künstlicher Intelligenz bis hin zu Fragen der internationalen Friedensordnung. Mit Symposien und Workshops fördert die Akademie zudem gezielt den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, Forschungsorganisationen und Länder.
Wissenschaftliche Publikationen
Die Mitglieder der Akademie leisten einen fundierten Wissenstransfer aus der Forschung in die Gesellschaft. Die Akademie fördert den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur, indem sie Buch-Publikationen auch im Open Access als kostenfreie E-Books anbietet.
In Essay-Reihen erscheinen regelmäßig Kurztexte. Mitglieder und Young Academy Fellows widmen sich in den Essays einem jährlichen Schwerpunktthema. Auf diese Weise wird unter anderem die interdisziplinäre Expertise der Akademie sichtbar.
Wissenschaftskommunikation
Mit ihrer Wissenschaftskommunikation bietet die Akademie Orientierung in schnelllebigen Zeiten. Dafür nutzt sie neben ihrer Website und ihren Publikationen auch Social-Media-Kanäle wie Mastodon, LinkedIn, Bluesky, Instagram und YouTube. So gibt es auf der Website ein interaktives, multimediales Dossier zum Thema Wasserstoff im Energiesystem der Zukunft. Eine innovative Ausstellung zur Langzeitforschung und Wissenschaftscomics weisen neue Wege der Wissenschaftskommunikation.
Der Akademie-Podcast „Wissenschaft als Kompass“ stellt die Mitglieder, Young Academy Fellows und die Arbeit der Akademie in ihrer ganzen Vielfalt vor. Er kann auf unserer Website und zahlreichen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos abgerufen und abonniert werden.
Digitalisierung
Die Akademie entwickelt digitale Methoden in den Geisteswissenschaften. Eine zentrale Rolle nimmt dabei ihre Beteiligung an der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) ein. In Kooperation mit weiteren Akteuren auf dem Feld der Digitalisierung ist sie Impulsgeberin bei der Gestaltung des digitalen Wandels in Forschung und Gesellschaft.
Die Akademie ist das jüngste Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, des Zusammenschlusses von acht Wissenschaftsakademien in Deutschland.
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).