Mit Wasserstoff die Energiewende in Norddeutschland gestalten

Das Erreichen der Pariser Klimaziele ist ohne Wasserstoff kaum denkbar, denn Wasserstoff gilt als unverzichtbarer Baustein für die Energiewende. Stahlkonzerne und Zementhersteller brauchen ihn für eine CO2-freie Herstellung ihrer Produkte. In Luft- und Schifffahrt und im Schwertransport soll er maßgeblich dazu beitragen, die heutigen fossilen Treibstoffe zu ersetzen.

Norddeutschland dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen: Windparks an Land und vor der Küste können einen guten Teil jenes Stroms liefern, den es für die Erzeugung von klimaneutralem Wasserstoff braucht. Und die norddeutschen Häfen sind prädestinierte Umschlagplätze für jene beträchtlichen Mengen an grünem Wasserstoff, der künftig importiert werden muss.

Fragen an Prof. Dr. Mojib Latif

Professor für Klimadynamik

  • Was hat Wasserstoff mit dem Klimawandel zu tun?
  • Welche Rolle kann Wasserstoff für die globale Energiewende spielen?
  • Inwiefern lässt sich Wasserstoff für norddeutsche Energiesysteme nutzen?

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft gibt es einige Herausforderungen: 

  • In welchen Sektoren sollten wir Wasserstoff am wirkungsvollsten einsetzen? 
  • Wie lassen sich Produktion, Transport und Nutzung in Norddeutschland so miteinander verzahnen, dass die Klimaschutzziele erreicht und zugleich heimische Unternehmen gestärkt werden?

Um diese grundlegenden Fragen beantworten zu können, will die Akademie der Wissenschaften in Hamburg eine verlässliche Orientierung bieten. Die Arbeitsgruppe „Wasserstoff für das norddeutsche Energiesystem“, ein interdisziplinär besetztes Gremium, analysiert ausgewählte Fragestellungen zur künftigen Wasserstoffwirtschaft, trägt Faktenwissen zusammen und liefert fundierte Einschätzungen, Prognosen und Empfehlungen.

Wissenschaftsgrafiken des Dossiers: © Daniela Leitner