Die Akademie veranstaltet Ende April Symposium „Infektionen und Gesellschaft – was haben wir gelernt?“

Wir erleben, dass die Folgen eines Infektionserregers sich auf vielfältige Weise und auf alle gesellschaftlichen Bereiche auswirken. Im interdisziplinären Diskurs geht es darum, die Bedrohung durch Infektionserreger zu reflektieren und die Reaktionsmöglichkeiten der Gesellschaft auszuloten. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg veranstaltet am 29. und 30. April 2022 in der Patriotischen Gesellschaft der Hansestadt das Symposium „Infektionen und Gesellschaft – was haben wir gelernt?“. Exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft fragen nach den Folgen von Infektionen für die Gesellschaft.

Exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft fragen auf dem Symposium nach den Folgen von Infektionen für die Gesellschaft.

Beim Symposium werden die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie kritisch reflektiert werden. Es geht aber auch darum, vergangene Pandemien zu betrachten und Lehren für zukünftige Infektionsgefahren zu diskutieren. Das Symposium wurde von der Arbeitsgruppe „Infektionsforschung und Gesellschaft“ der Akademie der Wissenschaften in Hamburg konzipiert. Die Arbeitsgruppe hat bereits im Oktober 2020 ein bereits vor der Pandemie geplantes Symposium zum Thema „Infektionen und Gesellschaft“ verantwortet. Im Juli 2021 ist der viel beachtete Tagungsband Infektionen und Gesellschaft. COVID-19, frühere und zukünftige Herausforderungen durch Pandemien erschienenHerausgegeben von Ansgar W. Lohse (verfügbar auch als Open-Access-Veröffentlichung: https://doi.org/10.1007/978-3-662-63509-4). Jetzt gilt es interdisziplinär zu überlegen, was wir aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahre gelernt haben oder lernen sollten.

Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor I. Medizinische Klinik und Poliklinik am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf und Sprecher der AG „Infektionsforschung und Gesellschaft“ an der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: „Schon lange warnt die Infektionsforschung vor neuen Erregern und neuen Infektionsgefahren, aber relativ unvorbereitet sind wir in die jetzige Pandemie hineingeraten. Was haben wir aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahre gelernt, um in Zukunft besser gerüstet zu sein? Was kann die Wissenschaft beitragen, wie neue Erkenntnisse zuverlässig erlangen, die Gesellschaft und Politik ausgewogen beraten?“

Prof. Dr. Mojib Latif, Professor für Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: „Krisen globalen Ausmaßes häufen sich und stellen die Menschen vor völlig neue Herausforderungen. Die Zunahme dieser Krisen ist nur fächerübergreifend zu verstehen und deren Lösung erfordert das Zusammenwirken von mehreren Fachdisziplinen. Diese Interdisziplinarität entspricht dem Profil der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.“

Auszug aus dem Programm am 29. und 30. April 2022:

Was lehrt uns One Health?
Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas Mettenleiter, Präsident, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald – Insel Riems

Emergency vaccines: Wie sieht die Zukunft aus?
Prof. Dr. Marylyn Addo, Direktorin, Institut für Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Schnelle und sichere Impfstoffe – können wir uns darauf verlassen?
Prof. Dr. Stephan Becker, Direktor, Institut für Virologie, Philipps-Universität Marburg

Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Daten als wichtiger Baustein des Pandemiemanagements
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Cornelia Betsch, Heisenberg-Professur für Gesundheitskommunikation, Psychology and Infectious Diseases Lab (PIDI Lab), Universität Erfurt, Leitung der Arbeitsgruppe Gesundheitskommunikation am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg

Wie gut ist die Wissenschaft auf die nächste Pandemie vorbereitet?
Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich, Department für Infektiologie, Virologie, Universitätsklinikum Heidelberg

Wissenschaftsbasierte Politikberatung – die Erfahrungen in der Schweiz
Prof. Dr. Annette Oxenius, Institut für Mikrobiologie, ETH Zürich
PD Dr. Urs Karrer, Chefarzt Medizinische Poliklinik, Kantonsspital Winterthur

Ökonomische Herausforderungen in der Pandemie
Prof. Dr. Veronika Grimm, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Chancen durch Digitalisierung
Prof. Dr. Gérard Krause, Abteilungsleiter Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig

Lessons learned: Infodemie und die Rolle der Medien
Kai Kupferschmidt, Wissenschaftsjournalist, Korrespondent des Magazins „Science“

Zwischen Datenschutz und Gesundheitsschutz: Ethische Abwägungen zwischen individuellen Rechten und kollektiven Pflichten in der Pandemiekrise
Prof. Dr. Dr. h. c. Julian Nida-Rümelin, Ludwig-Maximilians-Universität München

Das Symposium findet statt am:

Freitag, 29. April 2022, 13:30 Uhr bis zirka 19:30 Uhr,
Samstag, 30. April 2022, 08:30 Uhr bis zirka 13:30 Uhr,

Ort:
Patriotische Gesellschaft von 1765,
Trostbrücke 4-6
20457 Hamburg

Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung unter veranstaltungen(at)awhamburg.de ist erforderlich.

Das Symposium wird als 2G+ Veranstaltung geplant. Die Veranstaltung wird gemäß den laut der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg geltenden Vorgaben durchgeführt. Bitte informieren Sie sich tagesaktuell unter https://www.hamburg.de/ über die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Regeln.

Das Symposium „Infektionen und Gesellschaft“ wird online live übertragen. Den entsprechenden Link finden Sie kurz vor der Veranstaltung auf unserer Website www.awhamburg.de. Eine Anmeldung zum Livestream ist nicht erforderlich.

Zum kompletten Programm:
29. April 2022
30. April 2022
 

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