Gerold Wefer ging in seinen eröffnenden Worten auf die Rolle der Akademien in der Wissenschaftslandschaft ein. Das Akademienprogramm ist dabei prägend, wenn es um die geistes- und sozialwissenschaftliche Langzeitforschung in Deutschland geht. Die so geförderten Projekte haben eine Laufzeit von 12 bis 25 Jahren. Angesiedelt sind sie an den Landesakademien wie beispielsweise der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Gabriele Clemens skizzierte in ihrer Eröffnungsrede die breite fachliche Skala der Forschungsgegenstände in den Langzeitforschungsprojekten des Akademienprogramms. Alle Projekte eint, so Clemens, dass sie „Antworten geben auf zentrale Fragen wie zum Beispiel: Wo kommen wir her? Wie haben wir uns entwickelt? Und warum sind wir heute da, wo wir sind?“
Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung „Notwendig, nützlich, neu – Langzeitforschung in Hamburg“ vertieften sich die Gäste der Eröffnung in die vielfältigen Informationen: Großformatige Ausstellungstafeln, Bilder und Ausstellungsobjekte verbinden sich mit Hörstationen und Mitmach-Angeboten zu einem informativ-sinnlichen Einstieg in die Langzeitforschung der Akademie. Die Ausstellung ist in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt und damit für taube Menschen zugänglich. In den kommenden Monaten gibt es drei begleitende Veranstaltungen zur Ausstellung (siehe Info-Kasten unten).
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg führt derzeit acht Langzeitforschungsprojekte in Kooperation mit der Universität Hamburg und der Hochschule für Musik und Theater München durch. Ihre Themen reichen von antiken Handschriften bis hin zu aktuellen Fragestellungen. Was sie verbindet: Sie schaffen Grundlagen für weitere geisteswissenschaftliche Forschungen national wie international und liefern Erkenntnisse für Gegenwart und Zukunft. Damit sichern diese Projekte Wissen, das sonst verloren ginge. Das neueste Projekt „Mittelniederdeutsche Grammatik“, gestartet im Januar 2026, ist in der Ausstellung noch nicht vertreten.
Eckdaten:
Haus der Wissenschaft Bremen
Sandstraße 4/5, 28195 Bremen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 – 19 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Haus der Wissenschaft Bremen statt und wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg.
Landingpage der Ausstellung ➤ https://www.awhamburg.de/magazin/ausstellung-zur-langzeitforschung-in-hamburg.html