Elise-Reimarus-Preis 2021 verliehen: Juristin Dana Valentiner und Literaturwissenschaftlerin Yvonne Al-Taie ausgezeichnet

Erstmals hat die Akademie der Wissenschaften in Hamburg heute den Elise-Reimarus-Preis verliehen - zum Auftakt vergab die Akademie im Rahmen ihres Akademieabends in Hamburg den Preis zwei Mal. Die beiden Ausgezeichneten, die Juristin Dana Valentiner und die Literaturwissenschaftlerin Yvonne Al-Taie, erhalten einen Publikationskostenzuschuss in Höhe von bis zu 4000 Euro. Die Akademie fördert so exzellente Arbeiten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften von jungen Forschenden aus dem Einzugsbereich der Akademie.

Verleihung des Elise-Reimarus-Preises 2021: die Preisträgerinnen PD Dr. Yvonne Al-Taie (links) und Dr. Dana Valentiner

Dr. iur. Dana Valentiner von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg hat mit ihrer Dissertation die Jury überzeugt. Unter dem Titel „Das Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung – Zugleich eine gewährleistungsdogmatische Rekonstruktion des Rechts auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit“ beschäftigt sie sich mit thematisch relevanten Fällen. Die Juristin widmet sich dem Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung im Licht der veränderten gesellschaftlichen Betrachtungen und Bewertungen von Sexualitäten. Valentiner blickt in ihrer Grundlagenarbeit mit Bezügen zur Rechtsphilosophie, der Sexualsoziologie und der Geschlechterforschung auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Die Mitglieder der Jury zeigten sich beeindruckt von der hervorragenden Bewerbung: Die exzellent begutachtete und bereits preisgekrönte Publikation von Dana Valentiner behandele ein hoch relevantes Thema mit hoher Außenwirkung.

Privatdozentin Dr. Yvonne Al-Taie vom Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel prämiert die Akademie der Wissenschaften in Hamburg für ihre Habilitationsschrift. In ihrer Publikation „Poetik der Unverständlichkeit. Schreibweisen der obscuritas als problematisiertes Weltverhältnis bei Johann Fischart, Johann Georg Hamann, Franz Kafka und Paul Celan“ deutet die Literaturwissenschaftlerin literarische Schreibweisen als Ausdruck eines prekären Weltverhältnisses der Autoren. Sie untersucht in ihrer Arbeit die Konstellation zwischen Text- und Weltverstehen bei Autoren aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert. Die Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Anna Margaretha Horatschek stellte fest: „Das Thema wird auf einem sehr hohen Niveau behandelt und zugleich für ein breites Fachpublikum aus den Philologien und der Philosophie auf überzeugende Weise erschlossen.“

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