Mit dem Beschluss zur Förderung des Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen (ADL) fördern Bund und Länder ab 2027 neben den Langzeitforschungsvorhaben im Akademienprogramm einen weiteren zentralen geisteswissenschaftlichen Baustein der Unionsakademien. Ziel des ADL ist es, durch eng vernetzte Forschungsstellen an zunächst sieben Landesakademien die Dynamik des sich laufend weiterentwickelnden deutschen Wortschatzes verlässlich wie umfassend zu beschreiben und alle Forschungsdaten der Lexikographie der deutschen Sprache aller Sprachstufen nach einheitlichen Standards aufzubereiten.
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg wird sich mit ihrem Forschungsschwerpunkt zur Deutschen Gebärdensprache und somit insbesondere mit multimodalen Sprachkomponenten in das ADL einbringen. Für das Zentrum sehen Bund und Länder eine jährliche Förderung von knapp 3 Millionen Euro bis zunächst 2033 vor, die hälftig vom Bund und den beteiligten Ländern getragen wird. Dank der Entscheidung der GWK gelingt damit zum 1. Januar 2027 der Einstieg in eine für die Akademien überaus bedeutsame Bund-Länder-Dauerförderung.
Zugleich hat die GWK die Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) für den Zeitraum 2029 bis 2038 bestätigt. Mit jährlich bis zu rund 98,7 Millionen Euro schaffen Bund und Länder die Grundlage für die Weiterentwicklung der NFDI zu einer „One NFDI“, die das Forschungsdatenmanagement in Deutschland stärker koordiniert und strategisch fortentwickelt. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist über das Konsortium Text+, das sich den sprach- und textbasierten Forschungsdaten widmet, an der NFDI beteiligt und erhält durch die langfristige Förderzusage Planungssicherheit für ihre Aktivitäten im Forschungsdatenmanagement.
Beide Beschlüsse verankern die geisteswissenschaftliche Langzeitforschung der Akademie damit dauerhaft in den zentralen digitalen Forschungsinfrastrukturen Deutschlands.
Weitere Informationen:
➤ Pressemitteilung der GWK vom 10. Juli 2026 (PM 09/2026) https://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Pressemitteilungen/PM_10_26.pdf
➤ Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)
➤ Text+
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Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg vereint Spitzenforscherinnen und -forscher aus allen Bereichen der Wissenschaft in Norddeutschland. Sie trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren. Sie fördert Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen Aufgabe, Impulse für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu setzen. Präsident der Akademie ist seit 2022 Prof. Dr. Mojib Latif. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Grundausstattung der Akademie wird von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.