Prof. Dr. Ulf Schmidt
Neuere und Neueste Geschichte
Ulf Schmidt ist Nukleus-Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Hamburg, Direktor des Centre for the Study of Health, Ethics, and Society sowie Fellow der britischen Royal Historical Society. 1997 promovierte er in Modern History an der University of Oxford. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der modernen Medizinethik und der Menschenrechte, der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte, der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie der Geschichte der nichtkonventionellen Kriegsführung und politischer Entscheidungsprozesse in Europa und in den Vereinigten Staaten. Ein besonderes Interesse gilt der Geschichte von Diktatur und Demokratie.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem Justice at Nuremberg: Leo Alexander and the Nazi Doctors’ Trial (Palgrave Macmillan, 2004), Karl Brandt: The Nazi Doctor. Medicine and Power in the Third Reich (Continuum, 2007) und Secret Science. A Century of Poison Warfare and Human Experiments (OUP, 2015). Darüber hinaus war er Mitherausgeber von Propaganda and Conflict: War, Media and the Shaping of the Twentieth Century (Bloomsbury, 2019) sowie von Ethical Research: The Declaration of Helsinki, and the Past, Present, and Future of Human Experimentation (OUP, 2020).
Zuletzt gab er gemeinsam mit anderen die Open-Access-Bände Thirty Years of the Chemical Weapons Convention (CWC). Histories, Achievements, Challenges (Springer, 2026) und Rethinking Cooperation in Cold War Europe. Difficult Friendships across the “Nylon Curtain” (Bloomsbury, London, 2026, im Druck) heraus. Er ist Principal Investigator des ERC-Synergy-Grants zum Thema “Taming the European Leviathan: The Legacy of Post-War Medicine and the Common Good”.
Fachbereich Geschichte
Edmund-Siemers-Allee 1