Prof. Dr. Manfred Stöckler

Fachgebiet: Theoretische Philosophie
Zuwahljahr: 2009
Institution: Universität Bremen
Jahrgang: 1951

Mein akademischer Weg begann naturwissenschaftlich, verzweigte sich aber sehr bald im Übergangsfeld von Physik und Philosophie (Diplom in der theoretischen Atomphysik und weitere philosophische Qualifikationsarbeiten zur Relativistischen Quantenmechanik und zum Standardmodell der Elementarteilchenphysik). Meine Forschungsinteressen haben sich um die Philosophie der Zeit, die philosophischen Probleme der Kosmologie sowie die methodologischen Probleme bei der Erforschung komplexer Systeme erweitert. Die offenen und zuweilen kontroversen Diskussionen in der Akademie führen immer wieder vor Augen, wie vielfältig die Wissenschaften sind, wie sehr sich z. B. die fundamentale Physik methodisch von den Technikwissenschaften unterscheidet, und wie notwendig es deshalb für Wissenschaftsphilosophen ist, sich den Details zu widmen und mit generellen Ratschlägen zurückhaltend zu sein. Ein fruchtbarer Austausch zwischen Philosophie und Naturwissenschaften ist auf persönliche und lebendige Dialoge angewiesen, für die die Akademie ein idealer Rahmen ist.

Nicht nur die Wissenschaftsphilosophie sondern auch jede Form von Wissenschaftspolitik muss die methodische Vielfalt der Wissenschaften und die Unterschiede in den Argumentationsweisen ihrer Disziplinen ernst nehmen. Der persönliche Austausch in einer Akademie der Wissenschaft ist der beste Weg, mit dieser Vielfalt konstruktiv zu arbeiten.

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