Aus den Tiefen Sibiriens ins digitale Korpus: ein Manuskript geht auf Reise
Im Vortrag treffen wir Feldforscher aus dem 19. Jahrhundert auf ihren Reisen nach Sibirien. Ihre Aufzeichnungen enthalten Manuskripte mit Sprachdaten aus längst vergangenen Zeiten. Außerdem erfahren wir etwas über die frühen Methoden und Arbeitsbedingungen der Forscher. Wir begleiten die Manuskripte weiter auf ihrem Weg in die digitale Welt, wo sie Erkenntnissen aus neueren Feldforschungen begegnen. Ausgewählte Beispiele veranschaulichen, wie ältere und neu erhobene Sprachdaten wissenschaftlich aufbereitet und in digitale Sprachkorpora überführt werden. Darüber hinaus entdecken wir, dass diese Materialien nicht nur wertvolle Erkenntnisse über sprachliche Strukturen liefern, sondern auch Einblicke in Lebensweisen, kulturelle Praktiken und Weltbilder der indigenen Gemeinschaften Sibiriens ermöglichen.
Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy ist Professorin für Finnougristik/Uralistik an der Universität Hamburg und Leiterin des Langzeitvorhabens „INEL: Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung uralischer und sibirischer Sprachen aus typologischer und ethnolinguistischer Sicht.
Vortrag: Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy
Professorin für Finnougristik/Uralistik an der Universität Hamburg und Leiterin des Langzeitvorhabens INEL
Moderation: Marcus Hoffmann M.A.
Wissenschaftlicher Geschäftsführer vom Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
Freitag, 29. Januar 2027 um 18:00 Uhr
im Hörsaal vom Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald,
Martin-Luther-Straße 14, 17489 Greifwald
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.