Hilfen in seelischer Not: Wie gut ist unser Gesundheitssystem aufgestellt?
Viele Menschen in Deutschland sind psychisch krank, doch die Wartelisten für Therapien sind lang oder geschlossen. Nun sollen Therapeutinnen und Therapeuten auch noch weniger Honorar bekommen. Laut Robert Koch-Institut sind ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland von Depressionen und Ängsten betroffen. Mögliche Ursachen für eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit sind Krisen wie Corona, Klimawandel, Kriege, wirtschaftliche Rezession oder ein steigendes Armutsrisiko. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für psychische Gesundheit, etwa durch soziale Medien, was allerdings auch zu Überreaktionen führen kann.
Die Nachfrage nach psychotherapeutischer Hilfe ist hoch, die Wartezeit für Therapieplätze in der Regel jedoch lang. Das ist besonders für Kinder und Jugendliche problematisch, da ihre Entwicklungsprozesse dynamisch sind und seelische Probleme diese Prozesse stark belasten.
Vor diesem Hintergrund wird unter anderem über folgende Fragen diskutiert: Wie kann man die psychische Gesundheit verbessern? Was muss sich gesellschaftlich verändern? Welche wissenschaftlichen Ideen gibt es, um mit den vorhandenen Therapie-Konzepten und Ressourcen mehr Menschen zu helfen?
Auf dem Podium:
Prof. Dr. Sarah Hohmann, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Dr. Gitta Jacob, Head of Clinical Programs & R&D der GAIA AG
Prof. Dr. Tania Lincoln, Leiterin des Arbeitsbereichs Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Hamburg, Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Martin U. Müller, Redakteur beim Magazin „Der Spiegel“
Moderation: Birgit Langhammer, Journalistin, NDR Info
Donnerstag, 21. Mai 2026 um 19:00 Uhr
im Gartensaal des Hotels Baseler Hof,
Esplanade 15, 20354 Hamburg
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Für die Teilnahme im Baseler Hof ist eine Anmeldung erforderlich unter veranstaltungen@awhamburg.de
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