Sprache der Hanse und mehr. Einblicke in die vielfältige Sprach- und Textkultur des Mittelniederdeutschen
Das von 1200 bis 1650 im norddeutschen Sprachraum und als Lingua franca im gesamten Hanseraum verwendete Mittelniederdeutsche ist in seiner Textproduktion nicht nur durch die Hanse, sondern auch durch den Lebensraum Stadt und durch Klöster als Schreiborte geprägt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die textliche Vielfalt des Mittelniederdeutschen von Stadtbüchern und Rechtstexten über wissensvermittelnde Texte wie Arzneibücher und religiöse Texte wie Bibeln bis hin zu privater Schriftlichkeit und zu literarischen Texten. Dabei wird auch gezeigt, wie die sprachliche Gestaltung der Texte durch die Textsorte und die Funktion der Texte beeinflusst ist.
Prof. Dr. Sarah Ihden hat Germanistische Linguistik an der Universität Hamburg studiert und war in verschiedenen Projekten zum Mittelniederdeutschen in Hamburg sowie als Lehrende in Bonn, Kiel und Marburg tätig. Seit 2025 hat sie die Professur für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen an der Universität Rostock inne. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich des Mittelniederdeutschen, dem sie sich unter anderem in den Projekten „Wortfamilien diachron – Eine Forschungsumgebung zur historischen Wortbildung des Deutschen“ und „Mittelniederdeutsche Grammatik (MiNGra)“ widmet.
Vortrag: Prof. Dr. Sarah Ihden
Professorin für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen an der Universität Rostock und Mitarbeiterin im Langzeitvorhaben MiNGra
Moderation: N. N.
Dienstag, 26. Januar 2027 um 18:00 Uhr
im Hörsaal vom Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald,
Martin-Luther-Straße 14, 17489 Greifwald
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.