Mojib Latif hat Präsidentschaft der Akademie der Wissenschaften in Hamburg übernommen

Mit dem Jahreswechsel hat Prof. Dr. Mojib Latif die Präsidentschaft der Akademie der Wissenschaften in Hamburg übernommen. Die Mitgliederversammlung der Akademie hatte ihn am 19. November 2021 zum Nachfolger von Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer gewählt, der seit 2013 das Amt innehatte und die Akademie maßgeblich weiterentwickelt hat. Zu den Vorhaben von Mojib Latif gehört, den Bereich der Wissenschaftskommunikation auszubauen und das interdisziplinäre Potenzial der Akademie zu stärken.

Prof. Dr. Mojib Latif hat zum 1. Januar 2022 die Präsidentschaft der Akademie der Wissenschaften in Hamburg übernommen.

Mojib Latif ist seit April 2007 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und war seit Juni 2021 ihr Vizepräsident. Der vielfach ausgezeichnete Klimaforscher ist bekannt dafür, dass er seine Forschungserkenntnisse der breiten Öffentlichkeit anschaulich vermitteln kann. Als neuer Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg möchte er die „Wissenschaft innerhalb der Gesellschaft stärken“.  Gerade hinsichtlich der Tatsache, dass Teile der Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse verleugnen, betont er: „Ich denke, eine Gesellschaft kann nur gut funktionieren, wenn Entscheidungen auf der Basis seriöser wissenschaftlicher Arbeit getroffen, gut erklärt und kommuniziert werden.“ Darüber hinaus sieht der Klimaphysiker seine Aufgabe darin, das interdisziplinäre Potenzial der Akademie noch stärker sichtbar zu machen. „Wir merken, dass wir weder den Klimawandel noch die Corona-Krise noch andere große Probleme, denen sich die Menschheit gegenübersieht, disziplinär lösen können“, so Latif. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg wird daher auch ihre Wissenschaftskommunikation intensivieren. „Wir verfügen in der Akademie über Wissen in ganz unterschiedlichen Disziplinen. Und ich denke, es ist wichtig, dieses Wissen zu kommunizieren. Wir werden vom Steuerzahler und von der Steuerzahlerin finanziert, und es ist unsere Pflicht mitzuteilen, was wir eigentlich tun und welche Ergebnisse wir erzielen.“

Prof. Latifs Vorgänger als Akademiepräsident war Prof. Dr. Kreuzer. Er trat das Amt am 1. Juli 2013 an. 2018 wurde er wiedergewählt. Kreuzer stellt sein Amt jetzt vorzeitig zur Verfügung, weil er seit 1. September 2021 Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist. Bis 2012 leitete der studierte Maschinenbauingenieur das Institut für Mechanik und Meerestechnik der Technischen Universität Hamburg. Von 1993 bis 1995 war er Vizepräsident und von 2005 bis 2011 Präsident der Technischen Universität Hamburg.

Prof. Kreuzer hat in seiner Amtszeit die Akademie der Wissenschaften in Hamburg maßgeblich weiterentwickelt. So führte er neue Veranstaltungsformate ein, die den Diskurs zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft gestärkt haben ebenso wie die Wissensvermittlung für eine breitere Öffentlichkeit. Neu sind etwa Vorlesungsreihen in Kooperation mit dem Planetarium Hamburg und digitale Formate wie der Podcast „Wissenschaft als Kompass“. Dem scheidenden Präsidenten lag auch der generationsübergreifende Dialog am Herzen. So gründete sich ein Ausschuss für Nachwuchsförderung und das Programm Young Academy Fellows startete 2020.  Auf Kreuzers Initiative entwickelte sich die Kooperation mit den drei baltischen Schwesterakademien in Estland, Lettland und Litauen. In seine Amtszeit fällt auch die Veröffentlichung einer Vergleichsstudie zur Wissenschaftsmetropole Hamburg Anfang 2020, die bis heute ausstrahlt und Beachtung findet.

Sein Nachfolger, Prof. Latif, betont: „Prof. Kreuzer hat die Akademie der Wissenschaften in Hamburg zu dem gemacht, was sie heute ist, nämlich eine Organisation, die Orientierung in unruhigen Zeiten bietet.“ Das sei von unschätzbarem Wert.

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Prof. Dr. Mojib Latif im Podcast-Interview

Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer im Podcast-Interview 

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