Veranstaltungen
30 Mai 26

Zerstörung und Diaspora. Globale Konsequenzen der NS-Verfolgung für die Musikgeschichte

Vortrag zur Ausstellung „Notwendig, nützlich, neu – Langzeitforschung in Hamburg“ im Haus der Wissenschaft Bremen
Mit der Verfolgung von Musikern und Musikerinnen durch das NS-Regime rissen in Europa viele künstlerische Entwicklungen ab. Durch das Exil verbreitete sich aber auch musikalische Kompetenz weltweit. In vielen Zufluchtsländern kam es zu produktiven Wechselbeziehungen mit den einheimischen Musikkulturen. Nach 1945 fanden, zum Teil durch das Exil stark verwandelt, auch künstlerische Ideen den Weg zurück. Infolgedessen sind die langfristigen Folgen der NS-Herrschaft für die Musik, wie in dem Vortrag an ausgewählten Beispielen gezeigt wird, am besten aus einer globalgeschichtlichen Perspektive zu erkennen.

Der Terror des NS-Regimes hat massiv, dauerhaft und weltweit auf das immaterielle Kulturgut Musik eingewirkt. Zu den Zielen des Forschungsprojekts „NS-Verfolgung und Musikgeschichte“ gehört es, zu rekonstruieren, welchen Beitrag Verfolgte zum Musikleben der Zwischenkriegszeit geleistet haben und das Wirken der vertriebenen Musikerinnen und Musiker an den wichtigsten Zielorten zu erschließen. Die Erkenntnisse daraus werden in das Online-Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (LexM) einfließen.

Vortrag: Prof. Dr. Friedrich Geiger
Professor für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater München und Leiter des Langzeitvorhabens „NS-Verfolgung und Musikgeschichte. Revisionen aus biographischer und geographischer Perspektive“

Samstag, 30. Mai 2026, um 11:00 Uhr
im Olbers-Saal im Haus der Wissenschaft Bremen
Sandstraße 4/5, 28195 Bremen

Vortrag in der Reihe „Wissen um 11“
Eintritt frei

Begleitprogramm zur Ausstellung „Notwendig, nützlich, neu – Langzeitforschung in Hamburg“ vom 12. März bis zum 20. Juni 2026 im Haus der Wissenschaft Bremen

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 – 19 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr 
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt und daher für taube Menschen zugänglich.

Landingpage zur Ausstellung

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Haus der Wissenschaft Bremen statt und wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg.

30.05.2026 um 11:00

Keine Anmeldung notwendig