03 Mär 16

Zum Prioritätsstreit zwischen Leibniz und Newton

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Der Streit um die Priorität der Entdeckung der Differential- und Integralrechnung durch Newton und Leibniz ist mit einzigartiger Härte geführt worden. Wir verfolgen den langsamen Aufbau dieses Streits, an dem Newton und Leibniz zuerst gar nicht beteiligt waren. Erst Fatio de Duillier und John Keill in England gelang es, Newton gegen Leibniz aufzuhetzen; auf deutscher Seite bringt dies Johann Bernoulli fertig, der Leibniz von einem Plagiat durch Newton überzeugen kann. Der Streit hat weit über den Tod der beiden Kombattanten hinaus gewirkt.

Thomas Sonar studierte Maschinenbau an der Fachhochschule Hannover und anschließend Mathematik und Informatik an der Leibniz-Universität Hannover. Es folgte eine Zeit am DLR Braunschweig als Nachwuchswissenschaftler. Nach der Promotion in Mathematik und der Habilitation war er als Hausmathematiker am Institut für Theoretische Strömungsmechanik des DLR in Göttingen tätig. Es folgten drei Jahre als Universitätsprofessor für Angewandte Mathematik an der Universität Hamburg und seit 1999 ist Sonar Professor für Technomathematik an der TU Braunschweig. Wichtige Forschungsthemen: Numerische Analysis partieller Differentialgleichungen, Geschichte der Mathematik, insbesondere Geschichte der Analysis und der Navigation.

 

Zu der Veranstaltung gibt es eine Ausstellung mit Bildern von Bärbel Jürgens.

Seit jeher interessierten die Naturwissenschaftlerin und Malerin Bärbel Jürgens die Veränderungen, das "Chaos" und die immer wiederkehrenden Strukturen in der Natur. Sie fand darin die Erkenntnisse von Gottfried Wilhelm Leibniz bestätigt, wie zum Beispiel "Alles ist System und Wandlung". Fasziniert insbesondere von der Vielseitigkeit des Universalgenies visualisiert Bärbel Jürgens seine mathematischen, technischen und philosophischen Überlegungen puzzelartig auf Leinwand und Papier. Leibnizens moderne Auffassungen und die heutige Aktualität werden lebendig in den Portraits, die durch Bearbeitung alter Gemälde in Siebdrucktechnik entstanden sind. 

Seit 1990 widmete sich Bärbel Jürgens neben dem Beruf als Chemikerin wieder intensiv der Malerei, begleitet durch die Teilnahme an künstlerischen Seminaren und Projektarbeiten. Durch das Studium "Geschichte der Chemie" bei Professor J. Weyer und "Geschichte der Naturwissenschaften und Mathematik" bei Professor Karin Reich in Hamburg angeregt, begann sie, Kunst und Mathematik in Bildern zu verbinden.

 

Der Eintritt ist frei.

Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird. Wir stellen den Video-Stream zum Download auf unsere Homepage. Eine Übertragung im Hörfunk zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen. Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert.

Baseler Hof Säle | Esplanade 15 | 20354 Hamburg | Donnerstag, 3. März 2016, 19 Uhr | UM ANMELDUNG WIRD GEBETEN

Donnerstag, 3. März 2016 um 00:00
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