26 Okt 17

Medien und Islamophobie

Das Islambild ist schlecht, und das liegt nicht nur an Terroristen, die ihre Taten mit dem Islam zu begründen versuchen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die medialen Verarbeitungsprozesse von Informationen: Faktenauswahl, Wortwahl, Formulierung, Sinn-Induktion und Deutungsrahmen. Unser Islambild ist wesentlich von der Auslandsberichterstattung der 1980er-/1990er-Jahre geprägt, und das hat Folgen für die heutigen Debatten an Stammtischen wie in Medien und Politik.

Wie aber lässt sich Kritik an Missständen von antimuslimischem Rassismus unterscheiden? Hier könnten Medien und Politik eine konstruktive Rolle spielen, aber vor allem die Wissenschaft, die mit einigen Irrtümern in Bezug auf die richtigen rassismuskritischen Strategien aufräumen muss.

Sabine Schiffer gründete und leitet das Institut für Medienverantwortung (IMV). Sie wurde zum Islambild in deutschen Medien promoviert und führte dabei die Disziplinen Sprach-, Medien- und Islamwissenschaften sowie Psychologie zusammen.

Wir weisen darauf hin, dass die Vorlesungen aufgezeichnet und anschließend zum Download auf unserer Homepage zur Verfügung stehen werden. Eine Übertragung im Hörfunk zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen. Die Veranstaltungen werden fotografisch dokumentiert. Die Bilder können auch das Publikum zeigen.

Baseler Hof Säle | Esplanade 15 | 20354 Hamburg

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 19:00 Uhr

Donnerstag, 26. Oktober 2017 um 00:00
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