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Bund und Länder stärken die Einbindung der Akademie in deutschlandweite Forschungsverbünde der Digital Humanities

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat am 10. Juli 2026 gleich zwei Entscheidungen getroffen, die die Einbettung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in deutschlandweite Forschungsverbünde im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities, DH) betreffen: die Einrichtung eines Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen (ADL) und die langfristige Weiterförderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und des NFDI-Konsortiums Text+.

Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg wird sich mit ihrem Forschungsschwerpunkt zur Deutschen Gebärdensprache und somit insbesondere mit multimodalen Sprachkomponenten in das ADL einbringen.

Mit dem Beschluss zur Förderung des Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen (ADL) fördern Bund und Länder ab 2027 neben den Langzeitforschungsvorhaben im Akademienprogramm einen weiteren zentralen geisteswissenschaftlichen Baustein der Unionsakademien. Ziel des ADL ist es, durch eng vernetzte Forschungsstellen an zunächst sieben Landesakademien die Dynamik des sich laufend weiterentwickelnden deutschen Wortschatzes verlässlich wie umfassend zu beschreiben und alle Forschungsdaten der Lexikographie der deutschen Sprache aller Sprachstufen nach einheitlichen Standards aufzubereiten.

Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg wird sich mit ihrem Forschungsschwerpunkt zur Deutschen Gebärdensprache und somit insbesondere mit multimodalen Sprachkomponenten in das ADL einbringen. Für das Zentrum sehen Bund und Länder eine jährliche Förderung von knapp 3 Millionen Euro bis zunächst 2033 vor, die hälftig vom Bund und den beteiligten Ländern getragen wird. Dank der Entscheidung der GWK gelingt damit zum 1. Januar 2027 der Einstieg in eine für die Akademien überaus bedeutsame Bund-Länder-Dauerförderung.

Zugleich hat die GWK die Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) für den Zeitraum 2029 bis 2038 bestätigt. Mit jährlich bis zu rund 98,7 Millionen Euro schaffen Bund und Länder die Grundlage für die Weiterentwicklung der NFDI zu einer „One NFDI“, die das Forschungsdatenmanagement in Deutschland stärker koordiniert und strategisch fortentwickelt. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist über das Konsortium Text+, das sich den sprach- und textbasierten Forschungsdaten widmet, an der NFDI beteiligt und erhält durch die langfristige Förderzusage Planungssicherheit für ihre Aktivitäten im Forschungsdatenmanagement.

Beide Beschlüsse verankern die geisteswissenschaftliche Langzeitforschung der Akademie damit dauerhaft in den zentralen digitalen Forschungsinfrastrukturen Deutschlands.

Weitere Informationen: 
➤ Pressemitteilung der GWK vom 10. Juli 2026 (PM 09/2026) https://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Pressemitteilungen/PM_10_26.pdf

Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

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